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Viele schwache bis mittelstarke Schmerzmittel wie Antirheumatiker, als auch starke Schmerzmittel, wie Opioide, können auch in Form von Infusionen verabreicht werden. Das hat den Vorteil, dass die Substanz rascher seinen Wirkort erreicht und die Schmerzlinderung schneller einsetzen kann. Eine spezielle Art der Infusionstherapie ist die Procain-Basen-Therapie. Procain ist eine Substanz, die seit vielen Jahren in der Neuraltherapie und in der Anästhesie Verwendung findet. Eine Gruppe von deutschen Ärzten (U. Reuter, R. Oettmeier) arbeitet seit 1997 erfolgreich mit hochdosierten Procain-Basen-Infusionen bei akuten und chronischen Schmerzpatienten. Eine genau definierte Menge eines speziell intravenös zugelassenen Procains wird dabei mit einer Base in einer Kochsalzlösung gemischt und langsam als Infusion verabreicht. Die Nebenwirkungen sind gering (Schwindel, Kopfschmerzen) und bei 12.000 Anwendungen wurde kein einziger Fall einer allergischen Reaktion beobachtet. Die Wirkung erklärt sich durch eine entzündungshemmende Komponente, einer besseren Durchblutung, einer Regulation des Säure-Basen Haushaltes und einer Induktion eines neuraltherapeutischen Effektes. Es sind zwischen 5 und 10 Infusionen bis zu einer deutlichen Schmerzlinderung nötig. In einer Studie mit 267 Patienten konnte eine Verbesserung des Zustandes um 50 % erzielt werden. Einsatzgebiete für Procain-Basen-Infusionen sind: Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule Spannungskopfschmerzen und Migräne Aktivierte Arthrose Rheumathoide Arthritis Fibromyalgiesyndrom Zoster Neuralgie Chronische Pankreatitis |

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| Fachärztin für Anästhesiologie | Akupunkturdiplom ÖAK | Vizepräsidentin der Österr. Gesellschaft für kontrollierte Akupunktur & TCM | |
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